Achtung, Zecke! Richtig vor- und nachsorgen

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Achtung, Zecke! Richtig vor- und nachsorgen

Laue Sommerabende, Wandern in den Bergen oder Spaziergänge im Wald: Es könnte so schön sein, die Zeit im Sommer an der frischen Luft zu verbringen, gäbe es da nicht die Zecken. Auch sie erfreuen sich am schönen Wetter und sind in Wald und Wiesen unterwegs. Wie Sie sich zuverlässig schützen können, lesen Sie hier im aktuellen Ratgeber.

 Zecken sind kleine, blutsaugende Spinnentiere. Vor einer Blutmahlzeit sind sie nur ein bis zwei Millimeter groß. Das Blut benötigt die Zecke zur körperlichen Weiterentwicklung und zur Fortpflanzung. Man findet Zecken im Gebüsch, hochgewachsenen Gräsern, Unterholz, Hecken, Laub und am Rand von Waldlichtungen. Sie halten sich aber auch in Parks und Gärten auf.

 

Zecken können Krankheiten übertragen – Borreliose und FSME

Zecken suchen bevorzugt warme, feuchte Körperstellen z.B. in Kniekehlen, im Bauch- und Brustbereich sowie Achseln, um dort unmittelbar Blut zu saugen. Bei Kindern machen es sich Zecken gerne am Kopf, hinter den Ohren und am Nacken gemütlich. Ein Zeckenbiss ist in der Regel nicht zu spüren.

Beim Beißen sondern Zecken Speichel ab, der betäubende und blutverdünnende Substanzen enthält. Die Zecke kann sich über Tage mit Blut vollsaugen und erlangt dabei eine Größe von bis zu einem Zentimeter. Leider enthält das Sekret häufig Viren und Bakterien, die dann in den Blutkreislauf des Wirts gelangen.

Bekannteste Erkrankungen, die durch Zecken ausgelöst werden können, sind die Lyme-Borreliose, die durch schraubenförmige Bakterien, die Borrelien, verursacht wird und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), die durch das FSME-Virus entsteht. Überall in Deutschland können Zecken Träger von Borrelien sein. Zum Schutz vor Lyme-Borreliose gibt es leider keinen Impfstoff. Die Zecken als Träger des FSME-Virus halten sich dagegen meistens in den sog. FSME-Risikogebieten wie Bayern und Baden-Württemberg auf. Sollten Sie viel in Wäldern und auf Wiesen unterwegs sein wollen, empfiehlt sich eine frühzeitige Impfung gegen FSME.

Ob mit oder ohne Impfung empfiehlt sich die Nutzung eines insektenabwehrenden Mittels, ein so genanntes Repellent wie z.B. ANTI BRUMM Zeckenstopp Spray. Es sollte in regelmäßigen, nicht zu langen Abständen wiederholt aufgetragen werden. Bei Säuglingen und Kleinkindern dürfen Insektenschutzmittel nur bedingt angewendet werden. Achten Sie daher unbedingt auf die Empfehlung des Herstellers.

 

Zecken-Vorsorge ist besser als Nachsorge

  • Zecken halten sich gerne in hohem Gras, Sträuchern und im Laub auf. Bleiben Sie bei Waldspaziergängen auf festen Wegen.
  • Tragen Sie am besten lange Kleidung, die den gesamten Körper bedeckt. Stecken Sie die Hosenbeine in die Socken. So verhindern Sie, dass Zecken von unten in die Hosen krabbeln.
  • Tragen Sie helle Kleidung, denn darauf lassen sich Zecken leichter entdecken.
  • Insektenschutzmittel können Zecken abwehren, schützen aber nur für eine begrenzte Dauer.
  • Suchen Sie nach einem Aufenthalt in der Natur Ihren Körper sorgfältig nach Zecken ab.
  •  Duschen Sie anschließend

 

Zeckeninfektion und Entfernung

 Je früher Sie die Zecken entdecken und entfernen, desto besser. Je länger eine Zecke in der Haut verbleibt, desto höher ist das Risiko, dass Krankheiten wie Borreliose oder FSME übertragen werden. War die Zecke mit Borreliose-Erregern infiziert, können sich einige Tage später um den Einstich eine umrandete Hautrötung (Wanderröte) bilden, die allmählich größer wird. Ein Arztbesuch ist in solchen Fällen unerlässlich.

Anzeichen für FSME können bis zu 14 Tage nach einem Zeckenbiss auftreten. Symptome hierfür sind z.B. Fieber, Kopfschmerzen, Erbrechen oder auch Schwindelgefühle. Auch hier ist sollten Sie unverzüglich den Gang zum Hausarzt planen.

Zum einfachen und mühelosen Entfernen sollten Sie die Zecke mit einer Zeckenzange, Zeckenpinzette oder Zeckenkarte knapp über der Einstichstelle herausziehen. Sie sollten die Zecke nicht quetschen, denn durch den Druck können Krankheitserreger aus der Zecke in die Einstichstelle gelangen. Drehbewegungen sind ebenfalls nicht zu empfehlen, da dabei der Kopf der Zecke in der Haut hängen bleiben kann. Falls es doch passiert sein sollte, entfernen Sie diese nicht mit Gewalt, sondern kontaktieren Sie am besten Ihren Hausarzt.

Außerdem sollten Sie keine Hausmittel wie Öl oder Klebstoff anwenden, da  die Zecke sonst Ihren Darminhalt in die Haut entleert und so das Risiko einer Infektion steigt.

 

Homöopathisch unterstützen

Zur Stärkung und Unterstützung der Abwehrkräfte hat sich das Schüßler Salz Nr. 3 Ferrum phosphoricum D12 bewährt. Darüber hinaus hat es eine entzündungshemmende Wirkung und gilt als Erstmittel bei allen Entzündungen.

 

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Bild: ©Michael Tieck – stock.adobe.com

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