Sportverletzungen

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Schnelle Hilfe bei Sportverletzungen

Ob Beachvolleyball, Jogging oder Badminton – mal ehrlich: Im Sommer sind wir allgemein deutlich sportlicher als im Winter. Wir probieren etwas Neues aus und entdecken das ein oder andere Talent. Das ist schön und lobenswert, aber unser Körper muss sich erst an die neue Anforderung gewöhnen. Wer seine eigene Leistung beim Sport überschätzt riskiert Sportverletzungen. Nicht immer müssen Sie damit sofort zum Arzt. Was Sie selbst tun können, lesen Sie hier.

Knack und autsch: Eine schnelle falsche Bewegung und das Knie ist verdreht, der Knöchel verstaucht oder der Ellenbogen geprellt. Verletzungen kommen beim Sport häufig vor. Blutergüsse oder Zerrungen zählen zwar noch zu den leichteren Sportverletzungen, doch „leichter“ bedeutet nicht unbedingt weniger schlimm. Im Gegenteil: Wer kleinere Verletzungen zu sehr auf die leichte Schulter nimmt, riskiert Verschlimmerungen, die eine längere Behandlung nach sich ziehen kann. Deshalb gilt: Beenden Sie Ihr Sportprogramm, wenn Sie sich verletzt haben und kümmern Sie sich sorgsam um eine schnelle und gute Versorgung. Schwere Verletzungen gehören selbstverständlich sofort in ärztliche Hände.

Bei der akuten Versorgung einer Verletzung können Sie sich gut an der P.E.C.H.-Regel orientieren:

P
wie Pause machen
Das betroffene Gelenk sollte ruhiggestellt werden.

E wie Eis
Kälte kann den Schmerz und die Schwellungen lindern.
Wichtig: Zwischen der Kühlkompresse und der Hautoberfläche sollten Sie immer eine Schicht Stoff (Tuch oder Kleidungsstück) legen. Bei direktem Hautkontakt besteht sonst die Gefahr von Erfrierungen.

C wie Compression
Ein fester Verband stabilisiert das betroffene Gelenk. Außerdem breiten sich Schwellungen und Blutergüsse auch nicht so stark aus. Blutende Wunden können mithilfe eines Druckverbands ebenfalls besser kontrolliert werden.

H wie Hochlegen
Zum Beispiel ein verletztes Bein sollte nach der Verletzung hochgelagert werden, sodass die Blutzirkulation besser funktioniert.  

Stauchungen, Zerrungen und Co. richtig versorgen

Oftmals ist die Heilung von einer Stauchung oder Zerrung langwierig und erfordert Geduld. Die schmerzenden Bereiche können mit einer sofortigen Kühlung gut unterstützt werden. Häufig erreicht man dadurch sogar, dass das umliegende Gewebe gar nicht oder nur minimal anschwillt. Gleichzeitig wird der Schmerz reduziert. Auch die Bildung von Blutergüssen kann durch eine schnelle Kühlung gut gemindert werden. Bei Blutergüssen hilft meist ein Heparin-Gel. Bei regelmäßiger Anwendung lösen sich diese deutlich schneller auf als ohne. Zusätzlich hat das Gel einen angenehmen Kühleffekt.

Bei kleinen offenen Verletzungen gilt diese erst einmal kurz weiterbluten zu lassen, damit Fremdkörper, wie Sand oder kleine Steinchen von alleine ausgespült werden können. Erst danach sollten sie mit einem Desinfektionsmittel gereinigt werden, in der Regel überlässt man dies besser dem Arzt.

Für alle Arten von Verletzungen gilt: Beanspruchen Sie gestauchte oder gezerrte Körperregionen nicht wieder zu früh, sondern schonen Sie sich einige Tage.

Wichtig: Sollten Sie auch nach ein bis zwei Tagen noch Schmerzen haben, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Was in Ihrer Hausapotheke vorhanden sein sollte

Eine gut ausgestattete Hausapotheke sollte bei niemandem fehlen, damit entsprechende Präparate sofort zur Hand sind. Bei akuten Prellungen oder Verstauchungen vom Sport bringen Kühlkompressionen schnelle Linderung. Sie sollten daher immer gekühlt im Kühlschrank parat liegen. Falls dies Mal nicht der Fall sein sollte, gibt es diese auch in aktivierbarer Form für den sofortigen Einsatz zu kaufen. Ein schmerz- und entzündungshemmendes Gel leistet ebenfalls gute Dienste. Als natürliche Alternative eignet sich auch Quark hervorragend. Dieser hat einen angenehmen Kühleffekt und kann gegen Entzündungen helfen.

Für unterwegs ist ein Eisspray sehr praktisch und hilfreich. Und auch gegen Blasen an Füßen und Händen helfen geeignete Blasenpflaster weiter und beschleunigen die Abheilung.

Hat man sich durch einen Sturz eine blutende Schürf- oder Schnittwunde zugezogen, ist es empfehlenswert geeignete Wunddesinfektion, Pflaster sowie Verbandsmaterial im Haus zu haben.

Besser versuchen vorzubeugen

Verletzungen passieren beim Sport leider häufig. Vorbeugen lässt sich lediglich in geringem Maße, aber ein paar Optionen gibt es dennoch. Sei es „nur“ der Fahrradhelm oder die Gelenkschoner beim Inliner fahren; damit lässt sich so einiges verhindern. Geeignetes Schuhwerk, welches dem Fuß ausreichend Halt bietet, ist bei fast allen Sportarten unerlässlich und die wichtigste Anschaffung. Aufwärmen vor dem Sport wird gern unterschätzt und vernachlässigt. Es ist aber gerade für untrainierte Muskulatur wichtig, um locker und warm zu werden. Sehnen, Bänder, Gelenke sowie der Stoffwechsel und das Herz-Kreislaufsystem werden so durch das Aufwärmen aktiviert und auf die Belastung vorbereitet.

Über alle Tipps hinaus ist natürlich jeder gefragt, nur in seinem persönlichen Rahmen Sport zu treiben und sich nicht zu überlasten.

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