Die Pollen-Plage und woher sie eigentlich kommt

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„Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte – süße, wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land…“ schreibt Eduard Friedrich Mörike unter dem Titel „Er ist´s!“ Schade nur, dass viele Millionen Menschen bei diesen süßen, wohlbekannten Düften ganz und gar nicht fröhlich jubeln. Denn Frühlingszeit ist Heuschnupfenzeit. Doch woher kommt der Heuschnupfen eigentlich? Wie entsteht er und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Laufende Nasen und tränende Augen gehören im Frühling ebenso dazu wie das erste Eis des Jahres und der lang ersehnte erste Kaffee auf der Terrasse. Denn wie Allergien allgemein, nimmt auch die Anzahl Heuschnupfen-Geplagter stetig zu. Besonders tückisch: Heuschnupfen kann jederzeit auftreten. Selbst wenn man 40 oder 50 Jahre beschwerdefrei war, kann die lästige Pollen-Plage irgendwann zum Problem werden.

Heuschnupfen: Eine Krankheit auf Zeit?
Inzwischen leidet jeder fünfte Mensch in Deutschland in unterschiedlicher Stärke an Heuschnupfen. Dabei reagiert das Immunsystem überempfindlich auf bestimmte Eiweiße, die in verschiedenen Pflanzen-, Gräser- und Baumpollen zu finden sind. Heuschnupfen wird deshalb gemeinhin auch als Pollenallergie bezeichnet. Eine andere Bezeichnung dafür ist die saisonale allergische Rhinitis. Dieser Name macht deutlich, dass Heuschnupfen nur zwischen Frühjahr und Herbst vorkommt und eng an die Blütezeit der verschiedenen Pollen gekoppelt ist. Besteht Verdacht auf Heuschnupfen, sind ganzjährige Beschwerden eine gute Ausschlussmöglichkeit. Häufig handelt es sich dann um eine Hausstaubmilbenallergie.

Heuschnupfen zeigt sich meist durch typische Symptome wie eine verstopfte oder laufende Nase und juckende und gerötete Augen. Ist der Heuschnupfen besonders hartnäckig, kann über die Jahre ein so genannter Etagenwechsel stattfinden. Das bedeutet, dass sich der Heuschnupfen zu einer asthmatischen Erkrankung ausweiten und Bronchien und Lunge in Mitleidenschaft ziehen kann.

Warum das Immunsystem überschießt.
Beim Heuschnupfen reagiert das Immunsystem auf bestimmte Eiweiße mit einer überschießenden Reaktion. Diese Eiweiße werden vom Immunsystem als gefährlich eingestuft und wie Krankheitserreger bekämpft. Durch diese Reaktion werden Entzündungsbotenstoffe wie Histamin und Leukotrienen freigesetzt. Es kommt zu lokalen Entzündungsreaktionen wie einem Nies- und Juckreiz. Diese Fehlregulation des Immunsystems kann unterschiedliche Ursachen haben, doch jede Ursachenforschung beruht derzeit nur auf Vermutungen. Generell tritt Heuschnupfen eher bei Menschen auf, die auch unter anderen Allergien oder Erkrankungen wie Neurodermitis oder Asthma leiden. Diese Reaktionsbereitschaft auf Allergien ist vererbbar, sodass häufig hier die Ursache schon gefunden ist.

Außerdem gibt die so genannte Hygienehypothese Aufschluss über einen möglichen Zusammenhang eines Heuschnupfens mit der Forderung des Immunsystems in der Kindheit. Im Klartext bedeutet das: wer in seiner Kindheit in der ländlichen Umgebung eines Bauernhofes aufgewachsen ist und schon früh Kontakt mit anderen Kindern – beispielsweise in einer Kinderkrippe hatte – ist weniger allergiegefährdet als jemand, dessen Immunsystem durch eine ausgeprägte Hygiene unterfordert war.
Die dritte These für die Entstehung von Heuschnupfen bezieht sich auf Stoffe in der Umgebungsluft, insbesondere Tabakrauch, da derartige Atemwegsreizungen die Entstehung von Allergien begünstigen können. Kinder stark rauchender Eltern haben deshalb ein deutlich erhöhtes Risiko, später einmal an Heuschnupfen oder Asthma zu erkranken.

Medikamente, Homöopathie, Immuntherapie: Behandlung bei Heuschnupfen
Bei Heuschnupfen gibt es zwei Möglichkeiten, etwas gegen die Beschwerden zu tun. Meist wird zunächst eine medikamentöse Therapie versucht, mit der die Entzündungsbotenstoffe Histamin und Lekotrienen in den Griff bekommen werden sollen. Besonders bekannt sind dabei die Antihistaminika. Sie blockieren die Andockstellen des Botenstoffes und mildern seine Auswirkungen damit massiv ab. Diese Form der Behandlung kann sowohl lokal als Nasenspray oder Augentropfen wie auch ganzheitlich als Tabletten durchgeführt werden.
Wer langfristig etwas gegen den Heuschnupfen tun möchte, für den kommt eine spezifische Immuntherapie in Frage. Sie soll die überschießende Immunreaktion abmildern. Über mehrere Monate oder Jahre wird der Körper dabei an die eigentlich ungefährlichen Pollen gewöhnt und desensibilisiert. Auch die homöopathische Behandlung erhält bei der Bekämpfung von Heuschnupfen einen wichtiger werdenden Stellenwert. Helfen können hier je nach konkreten Symptomen beispielsweise Euphrasia, Allium cepa, Galphimia glauca oder Arundo mauritanica. Welche Therapie die passende ist, klärt am besten das persönliche Gespräch mit Arzt oder Apotheker.

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