Der Typ macht´s – Kopfschmerzen richtig behandeln

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Soviel ist klar: Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz. Im Gegenteil: Kopfschmerzen haben sehr viele Gesichter. Ob in den Schläfen, in den Augen, im Hinterkopf oder sogar im Kiefer: Je nach Schmerztyp gibt es unterschiedlichste Behandlungsformen und Therapiemöglichkeiten. Welcher Typ sind Sie?

Sagen wir es mal so: Die Medizin kennt mehr Kopfschmerztypen als der menschliche Körper Knochen hat. Über zweihundert Schmerzarten gibt es. Von leicht bis stark, von brennend bis pochend, von den Augen bis zum Hinterkopf. Doch keine Sorge – um dem Schmerz Herr zu werden, müssen Sie nicht Medizin studieren. Schon die Unterscheidung der gängigsten Schmerztypen kann bei der Behandlung und Bekämpfung helfen.

Der Alltagsschmerz: Spannungskopfschmerz
In den meisten Fällen handelt es sich bei Kopfschmerzen um den so genannten Spannungskopfschmerz. Gerade in einer Zeit, in der wir viele Stunden im Büro, am PC oder am Smartphone verbringen, ist diese Art des Schmerzes sehr häufig. Ausgelöst wird er durch Schulter- und Nackenverspannungen. Meist macht er sich im Vorderkopf bemerkbar, wobei insbesondere die Schläfenregion betroffen ist. Stress und Müdigkeit können die Symptome verschlimmern. Immerhin: Lichtempfindlichkeit oder Übelkeit treten nicht im Zusammenhang mit Spannungskopfschmerzen auf. Akut helfen können Schmerzmittel mit Ibuprofen, Acetylsalicylsäure („Aspirin“), Paracetamol oder Naproxen. Auch die berühmte Aspirin mit Acetylsalicylsäure hilft im Notfall. Wer etwas mehr Zeit hat, dem helfen auch Atem- oder leichte Yogaübungen. Auch ein Glas Wasser wirkt manchmal Wunder, denn Spannungskopfschmerzen treten häufig in Zusammenhang mit Flüssigkeitsmangel auf.

Pfefferminz beruhigt und entspannt
Kleiner Tipp: Immer in der Tasche bei sich haben können Sie ein Fläschchen Pfefferminzöl. Auf die Schläfen aufgetragen, beruhigt und entspannt es die schmerzende Region. Übrigens: der beste Tipp gegen Spannungskopfschmerzen ist das, was schon im Namen drinsteckt: Entspannung! Wenn Sie oft mit Spannungskopfschmerzen zu tun haben, sollten Sie Ihr Stresslevel reduzieren. Helfen kann es hier, den Alltag zu entschleunigen, bewusste Pausen zu machen oder leichte Entspannungsübungen für Nacken und Schultern durchzuführen. Gerade wer lange im Büro sitzt, kann dem Schmerz so hoffentlich entgehen.

Wenn die Nebenhöhlen entzündet sind: der Sinusitis-Kopfschmerz
Eine andere Form des Kopfschmerzes ist der Sinusitis-Kopfschmerz. Er hat die Nasennebenhöhlenentzündung als Ursache und geht deshalb auch mit deren Symptomen wie Fieber, einer laufenden oder verstopftenNase sowie Halsschmerzen einher. Diese Form des Kopfschmerzes ist meist im vorderen Kopf- und Gesichtsbereich verortet, teilweise wird sogar Druck in Richtung der Backenzähne des Oberkiefers wahrgenommen. Hinzu kommen häufig drückende Gesichtsschmerzen, die sich beim Vornüberbeugen des Kopfes verschlimmern. Wie bei Spannungskopfschmerzen auch, helfen Schmerzmittel für mäßig bis mittelstarke Schmerzen hier sehr gut. Diese lindern oftmals gleichzeitig die Entzündung und das Fieber. Auch die Verwendung einer Infrarot-Lampe bringt oftmals Besserung.

Holen Sie sich Hilfe: Migräne und ihre Auslöser
Mit normalen Kopfschmerzmedikamenten kommt man bei der Migräne leider nicht weit. Insgesamt ist diese Erkrankung auf dem Vormarsch, auch Jugendliche und Kinder leiden vermehrt unter dem pulsierenden Schmerz. Migräne ist im Gegensatz zu „normalen“ Alltagskopfschmerzen eine neurologische Erkrankung, die je nach Schweregrad mit einem erheblichen Verlust der Lebensqualität einhergehen kann. Die einseitig auftretenden Schmerzen werden meist als pulsierend beschrieben. Migräne-Patienten leiden außerdem häufig unter einer starken Empfindlichkeit gegenüber Licht und Geräuschen; auch Übelkeit, Erbrechen, Sehstörungen und die sogenannte Aura können eine Attacke begleiten. Bewegung während einer Migräne-Attacke verschlimmert die Beschwerden; ein klares Abgrenzungsmerkmal gegenüber anderen Kopfschmerzarten.

Auslöser von Migräne können sehr individuell sein, hängen aber häufig mit Wetter- und Hormonschwankungen zusammen. Auch Stress, Bewegungsmangel, bestimmte Nahrungsmittel und ein unregelmäßiger Schlafrhythmus können eine Migräne begünstigen. Im Akutfall können neben den sogenannten Triptanen auch Medikamente mit Ibuprofen, Paracetamol und Acetylsalicylsäure angewendet werden. Langfristig sollten Patienten mit Migräne ein Schmerztagebuch führen, um Trigger der Attacken zu entschlüsseln. Insgesamt können ein geregelter und entschleunigter Alltag mit einer ausgewogenen Ernährung und einem geregelten Schlafrhythmus die Migräneattacken eindämmen.

 

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